Masern: KKH appelliert zur Impfung – Mehr Krankheitsfälle in 2017

26/01/2019 0 Von Unser Oberberg

KKH appelliert zur Impfung – Mehr Krankheitsfälle in 2017

 

Masern: KKH appelliert zur Impfung

Krankenkasse registriert 2017 fast doppelt so viele Krankheitsfälle wie 2016

24. Januar 2019 – Die Masern sind auch in Deutschland wieder auf dem Vormarsch – und das, obwohl es einen wirksamen Impfstoff gibt. Deshalb fordert die KKH Kaufmännische Krankenkasse dringend eine höhere Impfquote für die hochansteckende Infektionskrankheit. Erst wenn mehr als 95 Prozent der Bevölkerung gegen Masern immun sind, gilt die Krankheit als ausgerottet. Einer aktuellen Auswertung der KKH zufolge ist die Zahl der Masernfälle deutlich angestiegen. So registrierte die Ersatzkasse 2017 bundesweit fast doppelt so viele Masern-Erkrankungen bei ihren Versicherten (70 Fälle) als noch 2016 (37 Fälle). Nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) erkrankten 2017 deutschlandweit insgesamt 929 Menschen an dem gefährlichen Virus – sogar knapp dreimal so viele wie im Jahr zuvor.

Auch aufgrund dieser Entwicklung hat die Weltgesundheitsorganisation WHO jetzt eine Verbesserung der Impfquote zu den vorrangigen Zielen für die nächsten Jahre erklärt. Mangelnde Impfbereitschaft drohe die Fortschritte bei der Bekämpfung von gefährlichen Krankheiten zunichte zu machen, die durch Impfungen vermeidbar seien, hieß es. Für eine Verbesserung der Impfquote spricht sich auch die KKH aus: „Dass es in Ländern wie Deutschland, in denen die Masern bereits als ausgerottet galten, wieder mehr Fälle gibt, macht die Dringlichkeit einer konsequenten Impfung gegen das Virus deutlich“, sagt Sven Seißelberg, Apotheker bei der KKH.

 

Laut der Ständigen Impfkommission (STIKO) sollte die erste Masernimpfung im Alter von elf bis 14 Monaten, die zweite mit 15 bis 23 Monaten erfolgen (Grundimmunisierung). Eine weitere Impfung empfiehlt die Kommission für alle nach 1970 geborenen ab 18-Jährigen mit nicht dokumentiertem Impfstatus, ohne bisherige Impfung oder mit nur einer Impfung im Säuglings- bzw. Kleinkindalter. Gegen Masern wird üblicherweise in Kombination mit Mumps, Röteln und ggf. Windpocken geimpft.

Quelle: Presseportal, www.kkh.de